Ich schreibe, wenn ich etwas zum Schreiben habe
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Wenn man nicht so oft kann – oder will …

Vom Schreiben, Nicht-schreiben und Datenmüll

Bloggen funktioniert nur, wenn man kontinuierlich veröffentlicht, heißt es in einschlägigen Ratgebern. Mehrere Beiträge pro Woche sollten es sein, regelmäßige Sichtbarkeit ist die Basis für den Erfolg. Sonst verlieren die Abonnenten schnell das Interesse, heißt es. Sie brauchen Futter, sonst vergessen sie einen.

Das mag ja alles sein. Aber …
Was ist, wenn ich nicht mehr Zeit habe?
Was ist, wenn ich nicht mehr Themen habe, die es sich lohnt, anderen in Textform darzubieten?
Textmüll gibt es schließlich genug. Womit wird man nicht alles zugespammt? Wie oft klicke ich Texte schnell wieder weg: Nicht relevant – oder noch schlimmer: Falsch in Inhalt und – für mich ebenso furchtbar – Sprache. Ich weiß ja nicht, ob es anderen auch so geht, aber bei mir macht sich oft der Überdruss breit. Alles ist zu viel da. Das gilt insbesondere für das World Wide Web. Beispiel Facebook. Ich habe mehrere Seiten abonnniert, die mich interessieren. Was passiert: Oft genug kann ich das Gleiche auf mehreren Seiten lesen, manchmal genau denselben Artikel, weil einfach nur geteilt wird.
Und wenn ein Thema denn mal im Fokus ist, kann man alles Mögliche und Unmögliche dazu erfahren.

Nicht, dass es immer um Erkenntnisgewinn geht. Es geht oft genung nur um Klicks für die eigene Seite. Keyword in die Headline oder den Teaser und schon wird geklickt. Und was sehe ich dann? Einen vollkommen irrelevanten Beitrag oder eine vollkommen sinnlose Umfrage (manchmal mit dem Hintergedanken, neue Abonnenten zu gewinnen). Führt mich der Klick auf das Keyword zu einem Anmeldeportal, bei dem ich erst meine Daten lassen oder zumindest ein Konto einrichten muss, bin ich gleich wieder weg.

Wie oft sollte man schreiben?

Und dann die schiere Menge: Wie viele Seiten soll ich denn noch im Blick haben? Die Datenmenge ist gleichzeitig völlig unüberschaubar und doch vorhersebar. Denn jeder dieser Accounts zu einem meiner favorisierten Themen festigt meine eigene Filterblase. Das ist durchaus erschreckend. Habe ich Vorlieben, werden diese bedient, klicke ich immer in eine bestimmte Richtung, bekomme ich mehr dazu angeboten.

Gut, dass ich von Berufs wegen in sehr unterschiedliche Richtungen am PC recherchiere und lese! Da kommen immer wieder andere Themen in mein persönliches Profil . So verunsichere ich die Rechenmaschine wenigstens ein bisschen. Zumindest hoffe ich das und das beruhigt mich ein wenig.

Bei all diesen Gedanken und Bedenken schreibe ich auch noch einen eigenen Blog! Natürlich spreche ich damit Menschen an, die sich von meinem Themenangebot angezogen fühlen. Ich schreibe nun mal gerne – wie viele, die in diesem Geschäft unterwegs sind. Aber ich schreibe nur, wenn ich wirklich etwas zu schreiben habe. Einfach nur schreiben, um in Netz präsent zu sein, das ist nicht mein Ding. Und deswegen gibt es bei mir mitunter lange Blog-Pausen. Sicher: meine Klick- und Abonenntenzahlen erhöht das nicht unbedingt. Aber das ist mir egal. Ich freue mich über meine treuen und über meine neuen Leserinnen und Leser.

Es ist schön, dass darunter auch Menschen sind, die mich persönlich kennen aus meinen Kursen oder vielleicht auch als Buchautorin. Denn Bloggen ist etwas, das meine Arbeit als Autorin, Lektorin und Schreibtrainerin nur ergänzt. Gedanken, die sonst keinen Ort finden, einmal formuliert zu werden. Oder Projekte, die keinen anderen Raum finden. Oder Erfahrungen aus meiner Arbeit.

Wenn ich also nicht so oft kann – oder will -, so hat das durchaus auch Kalkül. Ich möchte mit meinen Texten Freude machen – oder auch mal zum Nachdenken anregen. Ich möchte, dass das Lesen Vergnügen macht, weil ich – hoffentlich – ansprechend schreibe.
In diesem Sinne schließe ich den Blogbeitrag mit dem Rat: Lest, was euch gefällt, aber klickt auch mal weg, was euch nicht gefällt.

Schreiben macht auch im Urlaub Spaß
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Urlaub vom Schreiben?

Du schreibst? – Und was machst du beruflich? Diese Frage dürften viele Autoren kennen. Schreiben als Arbeit wird nicht unbedingt ernstgenommen. Kaum jemand kann sich vorstellen, wie die Arbeit als Autorin wirklich aussieht. Und dennoch ist der Schreibprozess sogar ziemlich harte Arbeit.

Geschichten, Romane, Gedichte, all das entsteht nur sehr selten in einem beglückenden Flow, an dessen Ende das fertige Werk präsentiert werden kann. Natürlich gibt es solche Phasen. Aber die Realität sind strenge Diszplin und eine überdurchschnittliche Gabe zur Selbstkritik – in der Lektoratsphase auch die Gabe, Kritik annehmen zukönnen. Darüber hinaus ist der Erfolg nicht unbedingt von der Qulität der eigenen Leistung abhängig, was eine hohe Frustrationstoleranz erfordert.

Aber davon will ich eigentlich gar nicht schreiben, das ist ein anderes Thema. Mich beschäftigt mal wieder der Zeitpunkt des Schreibens. Denn zumindest für mich kann ich festhalten, dass Schreiben Teil meiner Arbeit ist. Da ich aber damit nicht unbedingt das meiste Geld verdiene, kommen oft meine anderen Arbeitsbereiche Lektorat und Musik an erster Stelle. Dabei ist Schreiben aber der Teil meiner Arbeit, der mir am meisten Spaß macht, so dass ich das auch im Ehrenamt tue, also nebenbei in meiner Freizeit. Mir ist es nämlich eigentlich fast egal, ob ich damit profitabel bin, also schreibe ich Artikel für den Gemeindebrief und betreue demnächst auch noch die Pressearbeit des Vereins OneWorld.

Ich schreibe einfach gerne

Ich schreibe also zwangsläufig in meiner Freizeit. Auch das Blogschreiben gehört dazu. Natürlich hoffe ich, dass auch mal der ein oder andere mich hier entdeckt, meine Homepage aufsucht und findet, dass ich genau die richtige Lektorin für sein eigenes Buchprojekt bin. Aber das ist nicht der erste Beweggrund, ich schreibe wirklich, weil ich schreiben will. Und es ist mir fast egal, was ich schreibe. Mir gefällt es einfach, Worte zu setzen. Eben: Schreiben treiben. So richtig.

Manchmal aber stellt sich dennoch die Frage, ob es auch Urlaub vom Schreiben geben muss. Es gibt Tage, da schreibe ich nicht, also zumindest nichts, was über Einkaufszettel hinausgeht – meine Textvorschläge im Rahmen von Lektorat und Redaktion lasse ich einmal außen vor. Meistens ist es dann schon so, dass ich mich freue, wieder etwas formulieren zu dürfen.

Aber nehmen wir einmal den Urlaub: Ist das Schreiben eines Reiseblogs noch Urlaub oder schon Verpflichtung?

Reiseblogger brauchen bestimmt Urlaub vom Urlaub
Wird das Schreiben im Urlaub sauer?

Ist es Stress zu wissen, dass man noch etwas schreiben muss? Und läuft das dann dem Ziel der Erholung nicht entgegen? Um ehrlich zu sein: Ich weiß es nicht. Wahrscheinlich würde eine Deadline, ein Abgabetermin oder sonstiges wirklich zu Druck führen, der nichts mehr mit Urlaub zu tun hat. Ich bin der Überzeugung, dass professionelle Reiseblogger ihre Reisen als Arbeit verstehen. Vielleicht haben sie den Wunsch einmal Urlaub vom Urlaub zu machen.

Die Arbeit macht Urlaub – das Schreiben nicht

Schreibe ich aber nur für mein Vergnügen, weil mir etwas gut gefällt, weil ich Lust habe, schreibend über etwas nachzudenken, kann ich das auch im Urlaub tun. Das ist keine Arbeit. – Das Gleiche gilt auch für das Lesen. Immerhin lese ich beruflich. Trotzdem ist mir das gute Buch im Liegestuhl unter dem Sonnenschirm ein Vergnügen, ganz ohne Hintergedanken und ganz bestimmt ohne das Gefühl von Arbeit.

Ich werde also keinen Urlaub vom Schreiben machen, mir aber gut überlegen, was ich schreibe. Die Arbeit an den beiden Buchprojekten, die ganz klar in die Kategorie Arbeit fallen,  wird wohl drei Wochen ruhen, der Blog wird es nicht und vielleicht auch nicht mein Schreiben am eigenen Roman oder an Gedichten. Letztere fallen ohnehin meist in mein Leben, ohne dass ich das vorher plane.

Es bleibt also abzuwarten, was der Sommer bringt. Dennoch sollte es auch die Zeit geben, in der nichts geschehen muss, die Gedanken einfach schweifen, oder – worauf ich mich auch freue, endlich ein paar Gartenprojekte umgesetzt werden. Vielleicht schreibe ich ja darüber.

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Facebook, Instagram & Co.

Privat bin ich schon seit einiger Zeit auf den sozialen Netzwerken unterwegs. Es ist einfach fantastisch, sich der weit verstreuten Familie damit ein bisschen näher zu fühlen, unkompliziert Bilder teilen zu können und ohne stundenlange Telefonate mal eben ein paar Worte auszutauschen. Auch mit Freunden mal schnell ein Treffen absprechen oder eine kurze Statusmeldung abgeben, wenn man doch nicht pünktlich losgekommen ist – alles wunderbar!

Einen Blog zu konzipieren und auf Facebook und Instagram zu verbreiten ist dagegen schon eine andere Sache. Wie lege ich die richtige Facebookseite an, die nicht meine private ist? Wie verbinde ich alles miteinander? Erscheint auch nichts öffentlich, was da nicht stehen soll?

So habe ich vorhin z.B. festgestellt, dass eine Seite im Menü hier im Blog überhaupt noch nicht gefüllt war und nur einen voreingestellten Text gezeigt hat. Na ja, passiert, habe ich gedacht und schnell ein bisschen Text reingetippt – jetzt ist es wenigstens schon mal persönlich.

Natürlich dauert es, bis alles klappt. Aber vieles verstehe ich einfach nicht auf den ersten Blick. Was wollen die von mir und was meinen sie mit diesem oder jenem Begriff? Da hilft nur Geduld, die mir leider manchmal abhanden kommt. Zwischendurch frage ich mich dann schon, ob ich nicht doch besser beim guten alten Tagebuch hätte bleiben sollen.

Aber nein! Es macht ja auch Spaß und ich bin sicher: über die Anfangsprobleme werde ich bald lachen. Bestimmt dauert es nicht mehr lange und Ihr kommt von hier auch auf meine Facebookseite und zu Instagram. Gut Ding braucht eben Weile.