Schreiben im Café kann sehr inspirierend sein.
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Schreiben im Café

Schreiben im Café ist für viele Schriftsteller gar keine so außergewöhnliche Situation. Auch wenn vielleicht nicht der nächste Roman oder ein wohldurchdachter Essay dort entstehen, so ist das Café doch ein Ort der Inspiration. Es ist ein Ort der Privatheit im Öffentlichen. Ich kann anonym bleiben, quasi unsichtbar – vielleicht nur scheinbar – dabei aber andere Menschen in ihrer ebenso gefühlten Privatheit beobachten. Das Café eignet sich besser dafür als ein Restaurant, weil nicht der Verzehr im Vordergrund steht. Ich kann mich stundenlang an einer Tassee Kaffee festhalten, ohne dass es weiter auffällt. Auch das Befüllen eines Notizbuches oder das Tippen auf einem Laptop sind in einem Café kaum größere Aufmerksamkeit wert. Dafür kann ich beobachten, Stimmungen aufnehmen, Situationen erfassen oder einfach die Gedanken greiben lassen. Es fällt auch nicht weiter auf, allein im Café zu sitzen, womit ich in einem Restaurant oder gar einer Kneipe durchaus Aufmerksamkeit auf mich ziehen würde.

Cafés sind Orte für Notate, Mitschriften, Gedankensplitter – oder auch das ein oder andere Gedicht. Tagebücher wie mein „Daheim und Unterwegs“ lassen sich hervorragend befüllen mit Eindrücken, Zeichnungen, eingeklebten Schnipseln und einem kleinen Situations-Haiku. Beim späteren Durchblättern sorgen sie für genussvolle Momente des Erinnerns an gelebte zwei Stunden voller Intesität, mit wachem Geist oder voller Entspannung, weil nichts entstehen muss, aber alles werden kann.

Ab kommenden Sonntag biete ich regelmäßig ein Schreibcafé im Kulturzentrum ONE WORLD im Alten Gasthaus in Reinstorf an. Das ist natürlich nicht der anonyme Raum eines mehr oder weniger zufälligen Cafébesuchs. Dennoch: Keiner der Teilnehmer dieses offenen Schreibtreffs weiß, wem er begegnet. Die Atmosphäre des historischen Hauses ist inspirierend. Und die zwei Stunden Zeit zum Schreiben, zum Ausprobieren, zum fantasievollen Fabulieren sind ein wunderbarer Schritt aus dem Alltag heraus in eine kreative Auszeit.


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Die Tagebuchrezepte sind da!

Was lange währt …

Noch auf der Palette
Frisch geliefert

Wer kennt das nicht: Da wartet man Ewigkeiten, hofft, dass etwas endlich eintritt, die Zeit scheint zu schleichen, nichts geht voran. Und dann ist es plötzlich so weit. Plötzlich? Ja, genau das. Es ist wie Weihnachten. Man weiß genau, wie lange es noch hin ist und was man alles erledigen möchte oder muss. Und dann steht es vor der Tür und man fragt sich, wo die Zeit geblieben ist.

Nun habe ich nicht auf Weihnachten gewartet, sondern auf die Veröffentlichung unserer Tagebuchrezepte. Am 1.12.18 ist es offiziell soweit, zum offenen Atelier bei Kalligrafiekünstlerin Birgit Nass aus unserem Autorenteam soll es präsentiert werden – und hoffentlich zahlreich verkauft. Unglaublich. Wie lange haben wir daran gearbeitet, wie oft mussten wir zwangsweise pausieren, manchmal waren wir müde,  aber dann gab es doch wieder unglaublich viel Schub und Energie.

Und dann war es soweit: Alle Fotos waren gemacht, alle Texte waren geschrieben. Die Korrektorin hat ganze Arbeit geleistet. Sogar die Autorinnenfotos haben wir kurz vor knapp noch hingekriegt. Ein letztes Durchsehen. Hilfe, da stimmt eine Formatierung nicht! Aber dann … ab in die Druckerei.

Das Inhaltsverzeichnis

Wie lange wir wirklich daran gearbeitet haben, kann ich auf Anhieb gar nicht mehr sagen. Eine ganze Weile. Immer wieder mussten wir Zwangspausen einlegen, da das Schreiben eines Buches eben noch kein Geld einbringt und oft andere Dinge den Vorrang hatten. Aber wir haben weitergemacht und sind ganz schön stolz auf unserer Baby.

Ein Vorteil der langen Arbeitsphasen ist, dass man immer wieder überarbeitet, feilt, glättet, da ja jedes Mal Abstand zur eigenen Arbeit entsteht. Andererseits war es manchmal auch schwierig, den Faden wieder aufzunehmen. Aber letztendlich ist es immer wieder geglückt. Wir haben acht wunderbare, zum Teil ungewöhnliche Tagebücher entwickelt. In Rezepten gibt es Anleitungen zum Binden verschiedener Buchformen, zu verschiedenen Schreibstilen und Textformen und zu Schrift- und Layoutgestaltung.

Kurse soll es auch geben

Das Genusstagebuch ist fertig fürs Buchfoto: Tagebuchrezepte
Rückblick: Arbeit am Genusstagebuch.

Doch kaum war das Buch in der Endphase, mussten  natürlich viele andere Dinge bedacht werden: Die ganze administrative Abwicklung bis hin zu den Finanzfragen und der Buchhaltung. Nicht zu vergessen: Werbung. Das Buch soll schließlich auch an den Mann bzw. die Frau. Außerdem planen wir, begleitende Kurse anzubieten, die natürlich nicht eins zu eins Inhalte aus dem Buch umsetzen. Hier müssen Räume und Termine gefunden werden. Es bleibt also spannend. Nicht zuletzt gibt es nun auch eine neue Internetseite für unsere Edition Elbfluss, in der bereits ein Gedichtband erschienen ist.